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6 Gründe, JETZT Amateurfußball statt  der WM zu gucken IMAGO / Hanno Bode

6 Gründe, JETZT Amateurfußball statt der WM zu gucken

Fußball-WM in Katar 2022 6 Gründe, JETZT Amateurfußball statt der WM zu gucken

Es ist WM – und gefühlt hat keiner Bock darauf. Hier kommen 6 Gründe, warum JETZT der Moment ist, den Club um die Ecke mal wieder zu supporten.

Geldgier, Öko-Katastrophe, Ausbeutung in Katar: Wann wäre ein besserer Zeitpunkt, um mal wieder die Liebe zum echten Fußball unter Beweis zu stellen? Darum lohnt es sich genau JETZT, statt den Profis in Katar die Amateure um die Ecke mal wieder richtig abzufeiern:

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IMAGO / Oliver Vogler

Weil es geht

Die Bundesliga pausiert, wie die meisten anderen europäischen Ligen auch, für gut zwei Monate. Die Regionalliga und alles darunter jedoch nicht. Teilweise wird noch bis kurz vor Weihnachten gespielt. Das ist eine einmalige Situation. Weltmeisterschaften finden normalerweise immer in der Sommerpause des Amateurbetriebes statt. Wer keinen Bock auf den Profi-Zirkus hat, hatte es noch nie so einfach, die naheliegendste aller Alternativen zu supporten.

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IMAGO / Norbert Schmidt

Kein Kommerz

Beim Fußball in Katar dreht sich jetzt gerade wirklich alles ums Geld. Wie angenehem, mal wieder Fußball zu sehen, wo das nicht der Fall ist. Okay, ganz frei davon ist auch der Amateurfußball icht. Aber wir wollen der romantischen Vorstellung ein bisschen nachhängen. Oft genung geht es eben wirklich um Kampfgeist, Leidenschaft und der Liebe zum Fußball. Kann man schon mal unterstützen.

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IMAGO / ULMER Pressebildagentur

Zeichen setzen

Viele Fans stehen vor der Frage: Boykott oder nicht. Für beide Perspektiven gibt es gute Gründe. Fest steht: Mit deiner Aufmerksamkeit kannst du für dich und andere klar machen, dass du die Vorgänge rund um die WM-Vergabe nach Katar nicht cool findest. Selbst, wenn du dich entscheidest, nicht das ganze Turnier zu boykottieren - Spiele der Amateure zu besuchen setzt trotzdem ein Zeichen, dass dir die Werte des Amateurfußballs wichtig sind.

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IMAGO / Hanno Bode

Gutes Gewissen

Man muss keine Gier, Korruption, Menschenrechtsverletzungen etc. ausblenden, wenn man Kaiserslautern II gegen FK Pirmasens guckt (findet übrigens am 10.12.2022 statt).

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IMAGO / Hanno Bode

Gutes tun

Dass Fußball ein Sport für alle sei und Menschen zusammenbringe, wird von der FIFA gerne gesagt. Realität ist das aber ganz oft nur im Verein nebenan. Und alle Ehrenamtlichen, die dafür ihre Freizeit und ihr Geld opfern, freuen sich über Support. Sei es in Form vom Eintrittsgeld, der Bratwurst, vielleicht dem Merch oder einfach der bloßen Anwesenheit.

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IMAGO / MIchael Ketzer

Aktionen unterstützen

Viele Fan-Organisationen hatten im Vorfeld der WM zum Boykott aufgerufen – und bieten ein spannendes Alternativprogramm an. Hier eine Auswahl:

#boycottqatar2022: Unter diesem Motto haben sich viele Initiativen, Fan-Organisationen und Amateurclubs zusammengetan um gegen das Vorgehen der FIFA zu protestieren. Viele rufen zum Besuchen vom Amateurspielen auf.

„Regionalliga statt WM: Auf zur Zwoten“: Für 5 Euro gibt’s den Eintritt zu den letzten beiden Spielen der U23 vom FC Augsburg plus einen Verzehrgutschein. Die Einnahmen werden der Augsburger Tafel gespendet.

"Kicken statt Gucken": Diese Initiative veranstaltet am 10.12.22 ein Turnier in Berlin, um gegen die Menschenrechtslage in Katar zu protestieren.

Fazit: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um mit der eigenen Aufmerksamkeit zu zeigen, für was man wirklich steht im Fußball. Oder wie die Kollegen von Onefotball treffend schreiben: Sich um 11 Uhr morgens am Seitenrand irgendeines Ascheplatzes in Thüringen die neue Winterjacke vollregnen zu lassen, erfordert mehr Liebe zum Fußball als man auf der heimischen Couch beim WM-Gucken leisten kann.

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